Gutachter attestiert vor Arbeitsgericht: "Mann ohne Finger besitzt ausreichende Fingerfertigkeit!"

 

Menschen mit Behinderung haben es bis heute schwer in unserer Gesellschaft. Für den 44 jährigen Wiener Wolfgang Jirik der die Pensionsversicherungsanstalt auf Berufsunfähigkeitspension klagte, kommt seitens eines Gutachters vor dem Arbeitsgericht, ein weiterer Schlag unter die Gürtellinie hinzu. 

 

 

 

Der Gutachter attestierte dem Kläger vor Gericht, dass ihm verschiedene Arbeiten zuzumuten sind, da die Fingerfertigkeit des Klägers ausreichend sei. Nur, Wolfgang Jirik verlor im Alter von 13 Jahren, bei einem chemischen Experiment alle seine Finger und große Teile seiner Hände. Es war bisher nicht so, dass Jirik nicht arbeiten wollte- immer wieder versuchte er in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Die verstümmelten Hände die durch unzählige Operationen ( seine Hände wurden u.a. für Monate in seinem Bauch eingenäht um eine Hautübertragung vom Bauch auf die Hände zu ermöglichen) von wild wuchernden Fleisch immerhin zu Handstummeln geformt wurden, wurden aber immer schmerzempfindlicher und spielen einfach nicht mehr mit. Auch bei der Körperpflege ist Jirik auf fremde Hilfe angewiesen. Jirik ist zu 100% Invalid attestieren bislang alle Gutachten. Auch das Finanzamt stuft Jirik auf Grund seiner Behinderung körperlich als Kind ein- und so erhält er bis heute Kindergeld .Jetzt aber entschied das Arbeitsgericht auf Grund des Gutachters, er sei arbeitsfähig.Die Wiener Rechtsanwältin Dr. Astrid Wagner die jetzt erst nach dem Urteil die Vertretung übernommen hat spricht von einem Skandal der die ohnehin schon angeschlagene Psyche ihres Mandanten weiter runiert“ War der Gutachter blind um nicht zu sehen, dass mein Mandant, überhaupt keine Finger mehr hat?“

 

Manfred. Schröfl, Fotos: Wolfgang Jirik mit seiner Anwältin Dr.Astrid Wagner

pressetext.austria News

Fresach ortet neue "Sehnsucht nach Europa" (Fri, 19 Jan 2018)
Programm der Europäischen Toleranzgespräche 2018 in Wien vorgestellt Die Europäischen Toleranzgespräche im Kärntner Bergdorf Fresach vom 16. bis 19. Mai 2018 sind dem Thema "Sehnsucht nach Europa" und den unterschiedlichen Paradiesvorstellungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gewidmet. Im Rahmen der Gespräche gibt es erstmals auch ein Tourismusforum, das die "Grenzen des Wachstums" ausloten will. Rund 40 WissenschafterInnen, Trendforscher, Dichter und Denker und zehn ModeratorInnen werden in der Woche vor Pfingsten in Kärnten erwartet. Für Kuratoriumspräsident Hannes Swoboda geht es um viel. "Nie zuvor war die Unsicherheit über die künftige Ausrichtung der Europäischen Union so groß wie heute." http://www.fresach.org
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